Projekte

Landschaftsbeobachtung Schweiz (LABES)

sdEntwicklung der landwirtschaftlichen Intensivkulturen in den Biogeographishen Regionen

Im Jahr 2001 wurde vom Bundesamt für Umwelt das Projekt Umweltdatenmanagment (UDM) gestartet. Im Rahmen dieses Projektes sollten die von verschiedenen kantonalen und nationalen Behörden, Ämtern und Fachstellen erhobenen Informationen zur Umwelt koordiniert werden und in ein gesamtschweizerisches, fachübergreifendes Umweltbeobachtungssystem integriert werden. Dies läuft im Rahmen des Netzwerk Umweltbeobachtung Schweiz (NUS). Das NUS setzt sich zum Ziel ein Gefäss zu schaffen, in die standardisierte Umweltdaten eingespiesen werden können und auf die ein rascher Zugriff möglich ist, d.h., die im Internet hier verfügbar sind.
Die Umweltbeobachtung des BAFU basiert auf dem gesetzlichen Auftrag, über die natürliche Umwelt des Menschen Auskunft geben zu können und politische Entscheidungen darauf abzustützen. Daneben übernimmt das BAFU auch die Rolle als Verbindungsstelle zu europäischen und weltweiten Umweltbeobachtungssystemen.
Die im Rahmen des NUS gewonnen Resultate werden in diese Umweltbeobachtungsprogramme integriert. Innerhalb des NUS bestehen 12 Fachgruppen aus unterschiedlichen Sachbereichen der Umwelt. Eine der Fachgruppen befasst sich mit Fragen zu Arten und Landschaft. Innerhalb dieser Fachgruppe wurde von der Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft ein Set von Parametern entwickelt, die sich für ein Monitoring der Landschaftsqualität eignen. Grundlage dieses Sets waren Parameter aus dem Raumbeobachtungsprogramm Landschaft unter Druck des Bundesamtes für Raumentwicklung und des Bundesamtes für Umwelt als auch vorgeschlagene NUS-Parameter zur Landschaft. Für ein die Landschaftsbeobachtung Schweiz LABES wurde ein Parameterset entwickelt, das mittels 39 Indikatoren den Zustand und die Veränderung der Landschaft in der Schweiz dokumentieren soll. Die Geographen schwick+spichtig übernahmen einen Teil dieser Parameter:

  • Grösse und Veränderung der Landwirtschaftsfläche
  • Nutzungsvielfalt in der Landwirtschaftsfläche
  • Intensivkulturen in der Landwirtschaftsfläche
  • Nationale Schutzgebiete
  • Bodenversiegelung
  • Bauten ausserhalb der Bauzonen
  • Zerschneidungsgrad bis 2-Kl. Strassen
  • Zerschneidungsgrad bis 4-Kl. Strassen
  • Ökomorphologie der Gewässer
  • Grösse und Veränderung der naturüberlassene Flächen
  • Grösse und Veränderung der ökologischen Ausgleichsflächen
  • Grösse und Veränderung der Sömmerungsweiden
  • Grösse und Veränderung der extensiv genutzten Waldflächen
  • Öffentliche Gelder für Natur- und Heimatschutz
  • Öffentliche Gelder mit ökologischem Leistungsauftrag
  • Landschaftszersiedelung
  • Landschaftsqualität

 

Weitere Informationen zu diesen Parametern und der Landschaftsbeobachtung im allgemeinen finden sie unter:

  • Roth U., Schwick, C., Spichtig, F., 2010: Zustand der Landschaft in der Schweiz. Zwischenbericht Landschaftsbeobachtung Schweiz (LABES). Umwelt-Zustand Nr. 1010, Bundesamt für Umwelt, Bern, 64 Seiten
    Download Deutsch
    Download Französisch

 

Landschaftsqualitäts-Index: Spatial QualityTM

dsModellierung des Landschaftsqualitäts-Index um den Zürichsee mit einer Auflösung von 100 Meter.

Die Qualität einer Landschaft ist von diversen Faktoren abhängig, u. a. von der Vielfalt der Strukturen, von negativen Einflüssen der Verkehrs- und Siedlungsinfrastruktur wie Lärm oder Zersiedelung und von positiven Landschaftselementen wie Gewässer, Wälder, Gletscher, Wasserfälle usw. Erst die Summe dieser Faktoren ergibt die Landschaftsqualität, wie sie der Mensch wahrnimmt.

Eine Landschaftsqualität an sich existiert nicht, sie wird immer vom Menschen definiert. Für ein schweizerisches Monitoring der Veränderungen der Landschaftsqualität über die Zeit und Unterschiede in der Landschaftsqualität zwischen den Grossregionen der Schweiz wurde deshalb in einem zweistufigen Prozess ein Konsens über die zentralen Elemente der Landschaftsqualität gefunden: In einem ersten Schritt wurden anerkannte Landschaftsexperten über die Wichtigkeit bestimmter Landschaftselemente im Bezug auf die Landschaftsqualität befragt. In einem zweiten Schritt wurden Fragebogen an mehrere tausend Personen in der Schweiz verschickt, um eine Rückmeldung zu bekommen, was für die breite Bevölkerung die Landschaftsqualität in der Schweiz ausmacht. Mittels dieser beiden Schritte konnte danachLandschaftsqualität-Index der Schweiz gebildet werden.

Die Landschaftsqualität ändert sich auf kleinen Skalen: vom unberührten Seeufer bis zur Autobahn liegen in der Schweiz oft nur kleine Distanzen.  Deshalb muss ein Modell der Landschafsqualität eine sehr hohe Auflösung besitzen, um diese kleinräumigen Unterschiede adäquat abzubilden. Mit der von uns gewählten Methode wird die Landschaftsqualität für mehrere Millionen Punkte in der Schweiz – oder anderen Untersuchungsgebieten – flächendeckend ermittelt. Die räumliche Auflösung des Modelles ist dabei nur von den verwendeten Datensätzen abhängig und kann dem Untersuchungsgebiet und der gewählten Fragestellung angepasst werden.  

Ein grosser Vorteil der gewählten Methode ist, dass sie nicht an bestimmte Untersuchungsgebiete – z.B. Gemeinden oder Kantone –  gebunden ist, sondern dass beliebige Gebiete untersucht werden können. Auch zeitliche Änderungen der Landschaftsqualität können erfasst werden. Somit sind historische Analysen, Szenarien als auch Erfolgskontrollen von eingeleiteten Massnahmen möglich.

Unter dem Begriff der Spatial QualityTM lässt sich nicht nur der Landschaftsqualitäts-Index berechnen: mit einer geeigneten Auswahl von Einflussfaktoren lässt sich auch der Siedlungsqualitäts-Index, der Wohnqualitäts-Index oder der Index von Lebensräumen für Fauna und Flora herstellen.

www.spatialquality.com

Wasserfälle

Die Thurwasserfälle im Toggenburg SG

Wasserfälle übten zu allen Zeiten und in allen Kulturen eine grosse Faszination auf den Menschen aus. Sie inspirierten Dichter und Denker, und auch den Wanderer ziehen sie geradezu magisch an.
Seit dem Jahr 1999 haben wir uns intensiv mit dem Thema der Wasserfälle in der Schweiz beschäftigt. Noch zu unseren Studienzeiten haben wir festgestellt, dass es keine umfassende Dokumentation der Wasserfälle in der Schweiz gibt. Im Rahmen unserer Master-Arbeit am Geographischen Institut der Universität Bern hatten wir die Gelegenheit ein umfassendes Inventar der 300 bedeutendsten Wasserfälle der Schweiz zu erarbeiten. Ausgehend von dieser Grundlagenarbeit entstand in den nächsten Jahren die Möglichkeit unser Wissen einem weiteren Personenkreis zugänglich zu machen. Einerseits verfassten wir einen populärwissenschaftlichen Bildband über die Wasserfälle. Auf über 200 Seiten wird einerseits alles Wissenswerte über die Wasserfälle zusammengefasst und andererseits werden die 150 schönsten Wasserfälle der Schweiz vorgestellt. Andererseits errichteten wir eine Webseite (www.waterfall.ch) um diese Informationen allen Interessierten zugänglich zu machen. Teil dieser Arbeit war auch die Errichtung von dutzenden Informationsstelen an den schönsten Wasserfällen der Schweiz. Für die Arbeit an der Webseite zu den Wasserfällen der Schweiz und den Informationsstelen wurden wir im Jahr 2006 vom Netzwerk Wasser im Berggebiet mit dem Swiss Mountain Water Award im Wert von 50‘000.- Franken ausgezeichnet.

Weitere Informationen zu den Wasserfällen der Schweiz finden sie unter:

 

Zerschneidung Schweiz und Europa

Entwicklung der Zerschneidung im Schweizer Mittelland

Landschaftszerschneidung bedeutet das Zerreissen von gewachsenen landschaftstypologischen und ökologischen Zusammenhängen zwischen räumlich verbundenen Bereichen der Landschaft, z.B. das Zerteilen von Erholungsgebieten und Lebensräumen. Sie verändert nachhaltig das Landschaftsbild. Siedlungen, Strassen mit hohem Verkehrsaufkommen und Eisenbahnlinien zählen zu den am stärksten prägenden Merkmalen der Umwandlung der Naturlandschaft in eine technisierte Kulturlandschaft. Da gewisse Gebiete nicht mehr zusammenhängend erlebt werden können, führt die Zerschneidung zu einer anderen Wahrnehmung der Landschaft. Die Erholungsqualität der Landschaft wird zudem durch Lärm und Luftbelastungen vermindert.
Die Landschaftszerschneidung zählt neben der Intensivierung der Landwirtschaft, den hohen Stickstoffeinträgen und der Nivellierung der Wasserverhältnisse zu den wichtigsten Ursachen für den Rückgang und Verlust von Tierpopulationen und der Lebensraumvielfalt.
Verkehrsinfrastruktur wie Autobahnen, überörtliche Verbindungsstrassen und Eisenbahnen, sowie Siedlungsflächen unterteilen eine Landschaft in einzelne, voneinander getrennte Flächen. Um den Grad der Landschaftszerschneidung zu messen wird die Messgrösse der «effektiven Maschenweite» (meff) verwendet. Sie drückt die Wahrscheinlichkeit aus, dass zwei zufällig gewählte Punkte in einem Gebiet verbunden sind, d.h. nicht durch Barrieren wie Verkehrswege oder Siedelungen getrennt sind. Je mehr Trennelemente die Landschaft zerschneiden, desto geringer ist diese Verbindungswahrscheinlichkeit und umso kleiner ist die effektive Maschenweite.

Der Zerschneidungsgrad eignet sich als Parameter für den Landschaftscharakter und für die Gefährdung der Arten und Lebensräume. Hochklassige Strasse sind starke Trennelemente in der Landschaft. Zu grossen Teilen sind sie sowohl für Mensch und Tier absolute Barrieren (z.B. eingezäunte Autobahnen und Hochgeschwindigkeitslinien der Eisenbahn) oder aber schwer überwindbare Hindernisse mit einem beträchtlichen Verkehrsaufkommen. Siedlungsflächen fragmentieren die Landschaft ebenfalls. Sie erhöhen den Zerschneidungsgrad primär durch ihren Flächenbedarf, d.h. durch die Verkleinerung der verbleibenden Fläche an offener Landschaft, während Verkehrswege durch ihren linearen Charakter hauptsächlich eine Trennwirkung ausüben.

In Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Umwelt, der europäischen Umweltagentur, der Concordia University Montréal und der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft haben die Geographen schwick+spichtig den Zerschneidungsgrad für die Schweiz von 1885 bis 2009 und für ganz Europa für die Jahre 2002 und 2008 berechnet. Für Europa wurde ein sozio-ökonomisches Modell erarbeitet, welches den Grad der Landschaftszerschneidung durch Parameter wie die Bevölkerungsdichte, die Höhe des Bruttosozialproduktes, dem Gütertransport oder dem Ausbildungsniveau vorhersagt. Weitere Informationen dazu finden sich unter:

  • Landschaftszerschneidung Schweiz (deutsch / francais / english)
  • Zustand der Landschaft in der Schweiz
  • Europapublikationen: EEA-Zerschneidungsbericht
    Jaeger, J., Madriñán, L., Soukup, T., Schwick, C., Kienast, F. (2011): Landscape Fragmentation in Europe. Joint EEA-FOEN report No
    2/2011, EEA, Copenhagen, 92 p., ISBN 978-92-9213-215-6
    Download

 

Zersiedelung

Siedlungsentwicklung in der Region Lugano

Urbanisierung und Zersiedelung sind globale Phänomene, weit über die Schweiz und Europa hinaus. Seit dem Jahr 2008 lebt die Hälfte der Erdbevölkerung in Städten oder Agglomerationen, und dieser Anteil wächst weiter an. Das konturlose Wachstum der Siedlungsflächen verwischt den Unterschied zwischen den Städten und der freien Landschaft. Oft ist nicht mehr spürbar, wo der eine Ort aufhört und wo der nächste beginnt.
Der Landschaftsverbrauch in der Schweiz steht seit etwa 30 Jahren zunehmend unter Kritik, ohne dass sich jedoch die Entwicklungsrichtung seither spürbar verändert hätte.
Heute ist die Zersiedelung in der Schweiz unübersehbar, und die Schweiz zählt zu den am stärksten urbanisierten Ländern der Welt. 73 Prozent der Schweizer Bevölkerung lebten im Jahr 2000 in Städten oder Agglomerationen. Die Zersiedelung der Landschaft akzentuiert sich am stärksten in diesen urbanisierten Gebieten. Aber auch die ländlichen Regionen der Alpen und des Juras geraten immer stärker in den Sog der Zersiedelung.
Die Zersiedelung ist nicht nur eine Folge des Bevölkerungswachstums, sondern vor allem Ausdruck eines veränderten Lebensstils mit höheren Ansprüchen an Wohnraum und Mobilität. Sie bringt jedoch zahlreiche negative ökologische, ästhetische und wirtschaftliche Folgen mit sich. Hierzu zählt die Versiegelung des Bodens, verbunden mit langfristig irreversiblem Verlust der natürlichen Bodenfunktionen, zumal überwiegend landwirtschaftlich wertvolle Böden überbaut werden. Weitere Beispiele sind die Verdrängung gefährdeter einheimischer Tier- und Pflanzenarten, das Eindringen fremder Arten (zusätzlich verstärkt durch die Klimaerwärmung), überproportional hohe Erschliessungskosten für Verkehr und Energieversorgung, zunehmende Verlärmung der Landschaft und Verringerung der Erholungsqualität. Typische Auswirkungen der Zersiedelung umfassen auch den Verlust von Freiflächen und Naherholungsgebieten, urbanisierte Landschaften mit relativ geringer Bebauungs- und Bevölkerungsdichte, eine starke räumliche Trennung von Wohnen und Arbeit und hohe Pendlerzahlen.
Die steigenden Bedürfnisse nach Fläche, Nahrungsmitteln und erneuerbarer Energie stehen miteinander in Konkurrenz um Land und Boden; sie können künftig durch keine Form der Anpassung umgangen werden. Die alarmierende Rate, mit der Land und fruchtbarer Boden in der Schweiz knapper werden, wird immer noch unterbewertet. Dadurch wird die Schweiz immer stärker von der Versorgung mit Nahrung und Gütern aus dem Ausland abhängig. Wenn die Transportkosten oder die Produktionskosten im Ausland stark ansteigen, kann dies für die Schweiz rasch einmal problematisch werden. Darüber äussern sich Wissenschaftler, Planer, Wirtschaft, Politik und die Bevölkerung vermehrt mit Besorgnis. Zunehmender Motorisierungsgrad, Steigerung des Wohlstands und ein starker Bevölkerungsanstieg haben in den letzten Jahrzehnten dazu geführt, dass sich die Siedlungen in der Schweiz in nie gekanntem Ausmass ausgedehnt haben. Dies erfolgte oft in einer wenig Boden sparenden Art und Weise, und in vielen Fällen auch mit der Folge einer reduzierten Siedlungsqualität. Wertvoller Landwirtschaftsboden wurde der flächenhaften Ausdehnung der Siedlungen geopfert.

In Zusammenarbeit mit der Eidgenössischen technischen Hochschule Zürich, der Concordia University Montréal, dem Büro René Bertiller und der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft in Birmensdorf entwickelten Die Geographen schwick+spichtig im Rahmen des nationalen Forschungsprogramm 54 (NFP54) des Schweizerischen Nationalfonds zur nachhaltigen Siedlungs- und Infrastrukturentwicklung erstmals für die ganze Schweiz eine Methodik, um die Landschaftszersiedelung zu messen. Zur Messung des Zersiedelungsgrades ist die Angabe der Siedlungsfläche nicht ausreichend, sondern es müssen die räumliche Verteilung der Siedlungsflächen und die Einwohnerdichte einbezogen werden. Dazu eignen sich die vier neuen Messgrössen AD-gewichtete Zersiedelung (Z), urbane Durchdringung (UP), Dispersion (DIS) und Ausnützungsdichte (AD). Die „Zersiedelung“ (Z) lässt sich als Kombination der drei Messgrössen UP, DIS und AD quantitativ darstellen. In weiteren Projekten des Bundesamtes für Umwelt und des Bundesamtes für Raumentwicklung wurde die Methode verfeinert und für weitere Regionen der Schweiz wurde der Zersiedelungsgrad ermittelt. 

Informationen zu diesem Themenbereich finden sie unter

  • Die Zersiedelung der Schweiz – unaufhaltsam?
  • Der Zustand der Landschaft in der Schweiz
  • Urban permeation of landscapes and sprawl per capita: New measures of urban sprawl Link
  • Suitability criteria for measures of urban sprawl Link
  • Landschaftszersiedelung Schweiz – Quantitative Analyse 1935 bis 2002 und Folgerungen für die Raumplanung
  • Zersiedelung und ihre Ausprägungen in der Schweiz aus raumplanerischer Sicht

 

BergArena

Unter dem Namen BergArena etablieren sich die Kantone Obwalden und Nidwalden gemeinsam zur Destination für Natursportler und Outdoor Fans schlechthin. Der Verein BergArena wird von einem dreiköpfigen Vorstand geführt: Florian Spichtig ist Präsident und Inhaber der Bärgluft GmbH, Res Fürling ist Inhaber von 0816 Design, Kerns und Roger Christen ist Bergführer und Mitinhaber von Rock & Powder. Das Projekt BergArena wird in der Startphase durch Gelder aus der öffentlichen Hand unterstützt und arbeitet eng zusammen mit Akteuren aus den Bereichen Tourismus, Sport, Wirtschaft und Politik.

In erster Linie definiert sich die BergArena als Plattform für den Sport in unseren Kantonen im weitesten Sinne. Diese Plattform entsteht virtuell auf dem Internet unter www.BergArena.ch. Entsprechend besteht anfänglich eine zentrale Aufgabe in der Konzeptionierung und im Aufbau dieser Internetplattform. Gleichzeitig werden unter dem Label BergArena auf verschiedenen Ebenen weitere Angebote lanciert. Zusammen tragen diese Angebote dazu bei, dass sich die Bereiche Freizeit und Sport in Obwalden und Nidwalden unter einer Corporate Identity vermarkten lassen können.

Link BergArena

 

Referenzen

  • Bundesamt für Raumentwicklung (ARE)
  • Bundesamt Statistik (BFS)
  • Bundesamt für Umwelt (BAFU)
  • Bundesamt für Strassen (ASTRA)
  • Bundesamt für Wohnungswesen (BWO)
  • Avenir Suisse
  • UBS
  • Alternative Bank Schweiz (ABS)
  • Stiftung Landschaftsschutz Schweiz
  • Koordinationsstelle für Umweltschutz des Kantons Zürich (KofU)
  • Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Wasser (WSL)
  • Concordia University Montréal
  • European Environmental Agency (EEA)
  • Amt für Umwelt und Energie des Kantons St.Gallen (AFU)
  • Amt für Wald und Landschaft des Kantons Obwalden
  • Amt für Raumentwicklung des Kantons Obwalden
  • UTAS AG Giswil
  • GEOTEST AG Horw
  • Fachstelle Natur- und Landschaftsschutz des Kantons Nidwalden
  • Hintermann & Weber AG
  • Eidgenössische Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz (EAWAG)
  • Bristol-Stiftung: Ruth und Herbert Uhl-Forschungsstelle für Natur- und Umweltschutz
  • Netzwerk Wasser im Berggebiet
  • Loterie Romande
  • Erziehungsdirektion Hauptabteilung Kultur des Kantons Glarus
  • Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
  • Greina-Stiftung

 

 

Publikationen

Bücher

Die Wasserfälle der Schweiz

Titelseite mit Aua da Fluaz am Lag da Pigniu, GR

Das Buch "Die Wasserfälle der Schweiz" ist am 18. April 2007 beim AT-Verlag in Baden erschienen und vermittelt einen umfassenden Überblick über diese Naturdenkmäler.

In einem ersten Teil des Buches werden allgemein gültige Erkenntnisse über Wasserfälle populärwissenschaftlich dargestellt. Die dabei behandelten Themen decken alle geographisch relevanten Aspekte der Schweizer Wasserfälle ab.
Dieser, in das Thema Wasserfälle einführende Teil wird mit zahlreichen Graphiken, Photos zu wichtigen Teilgebieten und einigen Tabellen (die höchsten, die abflussreichsten Wasserfälle etc.) illustriert sein. Der Umfang beläuft sich auf 40 Seiten.

Im zweiten, umfangreicheren Teil des Buches (160 Seiten) finden Sie Daten und Informationen zu 130 Wasserfällen und Kaskaden der Schweiz, die nach Regionen innerhalb von Kantonen gegliedert sind. 53 Wanderungen führen Sie in die verschiedenen Wasserfallregionen.
Das Buch richtet sich primär an die folgenden Personen:

  • Allgemein naturkundlich interessierte Personen
  • Wander- und Bergtouristen
  • Liebhaber von opulenten Bildbänden
  • Nationale, regionale, kommunale und private Akteure im Tourismus
  • Natur-, Landschafts- und Heimatschutz-Akteure

 

Das Buch ist im Moment leider vergriffen. Eine neue, aktualisierte Ausgabe wird im Frühsommer 2011 im AT-Verlag veröffentlicht.

Schwick, C., Spichtig, F., (2007): Die Wasserfälle der Schweiz: AT-Verlag, Aarau

 

Die Zersiedelung der Schweiz – unaufhaltsam?

Die Zersiedelung der Schweiz war noch nie so hoch wie heute, und dennoch steigt sie kontinuierlich weiter an. Allein zwischen 1951 und 2002 hat sich die Zersiedelung verdoppelt. Diese Beschleunigung des Landschaftsverbrauchs ist atemberaubend. Die Landschaft ist an vielen Orten kaum wiederzuerkennen. Immer mehr Agrarland mit hochwertigen Böden geht dauerhaft verloren. Schützenswerte Landschaften büssen zunehmend ihren einmaligen Charakter ein. Die langfristigen Folgen sind alarmierend. Immer deutlicher wird sichtbar, dass die bisherige Siedlungsentwicklung an ihre Grenzen stösst.

  • Wie kann man die Landschaftszersiedelung der Schweiz in Zahlen ausdrücken?
  • Welche Unterschiede bestehen zwischen den Kantonen? Wo ist die Zersiedelung am stärksten, wo am geringsten?
  • Wie stark hat die Zersiedelung in den vergangenen Jahrzehnten zugenommen? Was sind die heutigen Trends?
  • Wie soll es weitergehen? Wie wird die Schweiz in 40 Jahren aussehen, wenn sich die derzeitigen Trends fortsetzen?
  • Ist die Zersiedelung in der Schweiz unaufhaltsam? Welche Möglichkeiten gibt es zur Eindämmung der Zersiedelung?

Diese und weitere Fragen beantwortet das vorliegende Buch. Um die Zersiedelung in Zahlen zu erfassen, wurden vier neue Messgrössen für den Zeitraum 1935 bis 2002 auf die Schweiz angewendet. Szenarien illustrieren die künftigen Entwicklungsmöglichkeiten bis 2050. Die Resultate zeigen: Die heutigen Siedlungstrends stehen in offenkundigem Gegensatz zum Ziel der Nachhaltigkeit, das seit 1999 in der Bundesverfassung verankert ist. Es besteht dringender Handlungsbedarf.

Schwick, C., Jaeger, J.A.G., Bertiller, R., Kienast, F. (2010): Die Zersiedelung der Schweiz – unaufhaltsam? Quantitative Analyse 1935 bis 2002 und Folgerungen für die Raumplanung. Bristol-Schriftenreihe, Haupt-Verlag, Bern/Stuttgart/Wien, ca. 130 S. und 4 Karten.

Bestellung bei Haupt Verlag

Korrekturblatt zum Buch (PDF)

 

Die Bergseen der Schweiz

Am Blausee im Kanton Bern

Blau und klar steht der Bergsee als Symbol von Reinheit und Ruhe. Gleichzeitig birgt der Bergsee aber auch eine unergründliche Tiefe, die sich im Mystischen, in Sagen, im Unerklärbaren widerspiegelt.
Bergseen faszinieren und ziehen an. Wanderer machen ihre Ruhepause am Wasser, Kinder spielen am Ufer, aber auch Fischer und Taucher suchen das erholsame Erlebnis des Bergsees.

Das Thema Bergseen stiess bei uns bereits während der Erfassung der Wasserfälle auf grosses Interesse. Als wir im Frühjahr 2008 von Akteuren aus dem Tourismus auf dieses Thema und das Fehlen eines einschlägigen Buches angesprochen wurden, begannen wir mit einer Bestandesaufnahme, einer Literatursammlung und mit der Erarbeitung dieses Konzeptes.
Der Umfang und der Aufbau des Buches orientieren sich zu einem grossen Teil am Buch „Die Wasserfälle der Schweiz“. Die wissenschaftliche Ausrichtung wird jedoch noch stärker aufgebrochen und macht einem leicht leserlichen und reich bebilderten Erscheinungsbild Platz. Die geographisch geprägte Sichtweise auf das Thema Bergseen wird jedoch beibehalten und ermöglicht so eine umfassende, alle Aspekte dieses Themas ausschöpfende Darstellung.
Ein wichtiger Bestandteil dieses Teils sind die Wanderungen zu den Bergseen: Zu jedem Bergsee wird mindestens eine Wanderung erläutert. Wo möglich werden Wanderungen beschrieben, die an mehreren Bergseen vorbeiführen. Die Wanderungen decken das ganze Spektrum von leicht und familienfreundlich bis zu schwierigen, alpinen Routen ab.
Die Publikation des Buches ist für den Frühsommer 2011 im AT-Verlag geplant

 

Fachpublikationen

  • Roth U., Schwick C., Spichtig F., 2010: Zustand der Landschaft in der Schweiz, Bundesamt für Umwelt, Bern (Download)
  • Wissen Hayek, U.; Jaeger, J. A. G.; Schwick, C.; Jarne, A.; Schuler, M., 2010/11: Measuring and assessing urban sprawl: What are the remaining options for future settlement development in Switzerland for 2030? Applied Spatial Analysis and Policy, accepted for publication. Link
  • Jaeger, J. A. G.; Bertiller, R.; Schwick, C.; Cavens, D.; Kienast, F., 2010b: Urban permeation of landscapes and sprawl per capita: New measures of urban sprawl. Ecological Indicators 10, 427-441. Link
  • Jaeger, J. A. G.; Bertiller, R.; Schwick, C.; Kienast, F., 2010a: Suitability criteria for measures of urban sprawl. Ecological Indicators 10, 397-406. Link
  • Spichtig, F., 2009: eBike Karte Unterwalden – mit Fahrrad- und Elektrobikerouten Link
  • Jaeger J.; Bertiller, R.; Schwick, C.; Kienast, F., 2007b: Weiterhin steigende Zersiedelung der Schweiz: Wie lässt sich eine Trendwende erreichen? Geomatik Schweiz 105(3): 114-117 Link
  • Jaeger, J.: Bertiller, R.; Schwick, C,; 2007: Die Zersiedelung der Landschaft. Geoagenda Link
  • Jaeger, J.; Bertiller, R.; Schwick, C.; Müller, K.; Steinmeier, C.; Ewald, K.; Ghazoul, J.: 2008: Implementing landscape fragmentation as an indicator in the Swiss Monitoring System of Environmental Management (MONET). Jurnal of Environmental Management 88:737-751. Link
  • Jaeger, J.; Bertiller, R.; Schwick, C.; 2007: Fortschreitende Zersiedelung der Landschaften in der Schweiz – unaufhaltsam? In: Wohnen in der Metropole Schweiz. Lässt sich Urbanisierung planen? Tagungsband SAGW, 10. November 2006, Bern, Eigenverlag. Link

 

Berichte

  • Bertiller, R.; Schwick, C.; Jaeger, J., 2007: Landschaftszerschneidung Schweiz – Zerschneidungsanalyse 1885 – 2002 und Folgerungen für die Verkehrs- und Raumplanung. ASTRA-Bericht Nr. 1175, Bundesamt für Strassen, Bern, 229 S.
  • Jaeger, J.; Bertiller, R.; Schwick, C., 2007a: Landschaftszerschneidung Schweiz: Zerschneidungsanalyse 1885-2002 und Folgerungen für die Verkehrs- und Raumplanung. Kurzfassung. Bundesamt für Statistik. Neuenburg. 36 S. (deutsch / francais / english)
  • Jaeger J.; Schwick C.; Bertiller R.; Kienast F., 2008: Landschaftszersiedelung Schweiz – Quantitative Analyse 1935 bis 2002 und Folgerungen für die Raumplanung. Wissenschaftlicher Abschlussbericht. Schweizerischer Nationalfonds, Nationales Forschungsprogramm NFP54 „Nachhaltige Siedlungs- und Infrastrukturentwicklung“. Zürich. 343 S.
  • Roth U. (Red.) 2010: Zustand der Landschaft in der Schweiz. Bundesamt für Umwelt, Bern, 53 S.
  • Spichtig, F., 2010: Wald und Erholungsnutzung, Kanton Obwalden, Sarnen, 7 S.
  • Schwick C. 2005: Schöne Lagen werden überbaut – mit oder ohne Autobahnen. Auswirkungen von Autobahnzubringern auf die Überbauung von landschaftlich schönen Lagen durch Einfamilienhäuser und die Wirksamkeit der Raumplanung. Vorstudie Im Rahmen des Programms Landschaft im Ballungsraum der WSL. Link
  • Schwick C. 2003: Freiflächenentwicklung im periurbanen Raum der Stadt St.Gallen 1948-2003: Transformationsraten und treibende Kräfte. Ausgeführt im Rahmen des Programms Landschaft im Ballungsraum WSL und des NFP48 Projektes „Transformation rates of alpine landscapes and surrounding areas: potential threats and benefits to people and selected species“ , Birmensdorf, 38 S. Link
  • Schwick, C.; Jaeger, J.A.G., 2010: Zersiedelung und ihre Ausprägungen in der Schweiz aus raumplanerischer Sicht: Quantitative Analyse 1935 – 2002. ARE-Expertenbericht. Bundesamt für Raumentwicklung, Bern. 40 S.